Der organisierte Sport in Hamburg setzt ein starkes Ausrufezeichen. Mit einem Wachstum von 6,6% gegenüber dem Vorjahr erreicht er einen neuen Höchststand und übertrifft erstmals das bisherige Allzeithoch aus dem Jahr 2016.

38.538 neue Mitgliedschaften melden die Hamburger Sportvereine bei der Mitgliederbestandserhebung 2026 des Hamburger Sportbunds (HSB) – so viele wie noch nie zuvor. Insgesamt sind damit 621.468 Mitgliedschaften in den 864 Mitgliedsorganisationen des Hamburger Sportbundes (HSB) organisiert.
Der positive Trend setzt sich auch im Kinder- und Jugendsport fort. Mit einem Zuwachs von 6,06% steigt die Zahl der Mitgliedschaften von Kindern und Jugendlichen (bis 18 Jahre) auf 176.855 und erreicht damit einen neuen Höchststand. Auch die Zahl der weiblichen Mitgliedschaften wächst weiter und liegt mit 210.869 so hoch wie seit dem Jahr 2016 nicht mehr.
Getragen wird das Wachstum erneut maßgeblich von den beiden größten Hamburger Sportvereinen. Der Hamburger Sport-Verein e.V. meldet ein Plus von 24.835 Mitgliedschaften, der Fußball-Club St. Pauli von 1910 e.V. einen Zuwachs von 6.114 Mitgliedschaften.
Der größte Sportverein im HSB ist weiterhin der Hamburger Sport-Verein e.V. mit 136.242 Mitgliedschaften. Mit 241.432 Mitgliedschaften bleibt der Hamburger Fußball-Verband e.V. der mitgliederstärkste Landesfachverband. Ca. 10% der Mitgliedsvereine sind nicht in Hamburg ansässig, nehmen aber insbesondere in den Teamsportarten am Spielbetrieb der Hamburger Fachverbände teil.
Zu den prozentual am stärksten wachsenden Landesfachverbänden zählen der Hamburger Kickbox-Verband e.V. (+48,96%), der Cheerleading und Cheerperformance Verband Hamburg e.V. (+25,59%) sowie der Hamburger Fußball-Verband e.V. (+15,15 %). Auf Vereinsebene verzeichnen neben dem HSV (22,29%) auch der Altonaer Turnverband von 1845 e.V. (+15,33%) und der FC St. Pauli (+12,78%) besonders starke Zuwächse.
Erstmals wurden im Rahmen der Mitgliederbestandserhebung auch die Kategorien divers sowie keine Angabe erfasst. Zusammen kommen beide auf 0,1% aller Mitgliedschaften.
„Diese Zahlen sind ein starkes Signal für den Hamburger Vereinssport. Wir erleben ein Rekordjahr mit so vielen Mitgliedschaften wie nie zuvor – das zeigt, wie groß die Bedeutung von Sportvereinen für Bewegung, Gemeinschaft und Zusammenhalt in unserer Stadt ist“, sagt HSB-Vorstandsvorsitzender Daniel Knoblich.
Er ergänzt: „Besonders erfreulich ist, dass sowohl der Kinder- und Jugendsport als auch die Zahl der weiblichen Mitglieder weiterwachsen. Das macht deutlich, dass unsere Vereine Menschen aller Generationen erreichen und zentrale Orte des Miteinanders in Hamburg sind. Ein wachsender Sport braucht wohnortnahe Sportflächen: Das gilt es verstärkt in den Blick zu nehmen, um die positive Entwicklung auch zukünftig fortführten zu können.“
Neben der Entwicklung der aktiven Mitgliedschaften zeigt sich ein Trend innerhalb der Mitgliederstruktur: Fans, Fördernde und Supporter*innen tragen inzwischen mit rund einem Viertel zum Gesamtbestand bei. Diese Gruppe ist in großen Teilen auch über Hamburg hinaus verortet und trägt mit ihren Mitgliedsbeiträgen zur verlässlichen Arbeit der Vereine sowie zur Förderung des gesamten Sports über die Verbände in Hamburg bei.
Mehr Informationen finden sie auch in der HSB-Mitgliederstatistik 2026 auf der Website und in den ergänzenden Informationen.