Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg. Die Bewerbung unserer Stadt geht auf die Zielgerade. Am 24. April startet die Briefwahl, das Referendum findet am 31. Mai 2026 statt. Dann ist klar, ob Hamburgs Bewerbung weiterverfolgt wird oder nicht.

Hierzu entstehen Fragen: Was bringt die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele dem Hamburger Vereinssport wirklich? Was bleibt konkret? Was verbessert sich dauerhaft für Vereine, Verbände und die Menschen, die in unserer Stadt Sport treiben?
Die Antwort ist klar: Wird das geplante Trainingsstättenkonzept für Hamburg umgesetzt, löst das einen qualitativen und quantitativen Schub für die Sportinfrastruktur aus, den es ohne die Spiele so nicht geben würde: 100 modernisierte Sportanlagen, die für den Hamburger Vereinssport nach den Spielen nutzbar wären. Ein wahres Konjunkturprogramm für den Hamburger Sport!
Es geht eben nicht nur um Wettkampfstätten, die temporär errichtet werden und nach den Spielen wieder abgebaut werden. Es geht insbesondere um die vielen zusätzlichen Anlagen, die für die Vorbereitung, das Training und die Akklimatisierung der Athlet*innen benötigt werden. Diese Schwimmbäder, Sporthallen und Außensportanlagen werden olympischen Standard aufweisen und damit qualitativ über das übliche Niveau im Breitensport gehoben werden.
Wenn bestehende Leistungszentren und Sporthallen modernisiert werden, Wasserflächen aufgewertet und Sportanlagen barrierefrei ausgebaut werden, dann entstehen daraus echte sportliche Mehrwerte für die Stadt und seine Vereine und Verbände. Bessere Bedingungen für Training, mehr Kapazitäten, modernere Infrastruktur und neue Perspektiven für den organisierten Sport - für ihre Talente, die Nachwuchsarbeit und inklusive Sportangebote. Besonders wichtig ist dabei, dass das Konzept olympische und paralympische Anforderungen zusammendenkt. Dass Trainingsstätten möglichst gemeinsam genutzt werden können und Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht ist. Denn zukunftsfähige Sportentwicklung heißt auch: Sportstätten schaffen, die dauerhaft nutzbar sind und Teilhabe für möglichst viele Menschen ermöglichen.
Klar ist aber auch: Diese Modernisierung der Trainingsstätten werden ohne die Spiele nicht kommen. Nicht in dieser Geschwindigkeit, nicht in dieser Konsequenz, nicht mit dieser Priorität, nicht in der Anzahl und schon gar nicht in der Qualität. Wer ehrlich auf die Entwicklung von Sportinfrastruktur blickt, weiß: Große Investitionen in Hallen, Bäder, Leichtathletikanlagen oder spezialisierte Trainingsorte entstehen nicht automatisch. Sie brauchen politischen Willen, gesellschaftliche Priorität und einen konkreten Anlass. Eine Bewerbung um die Spiele wird genau dieser Anlass sein. Am Ende sollen Vereine nicht nur auf eine begeisternde Veranstaltung zurückblicken, sondern auf bessere Bedingungen für ihre tägliche Arbeit.
Als Hamburger Sportbund stellen wir uns deshalb klar hinter das vorliegende Trainingsstättenkonzept. Für uns ist entscheidend, dass der Vereinssport mitgedacht wird – von Anfang an und über die Spiele hinaus. Das hat man mit dem vorliegenden Konzept überzeugend getan.
Aus der Bewerbung würde sich ein echter Gewinn für den Hamburger Sport ergeben. Ganz konkret für unsere Anlagen, unsere Hallen, unsere Bäder und für unsere Sportvereine.
Wer das auch möchte, hat jetzt eine klare Aufgabe: Nur eine JA-Stimme trägt dazu bei, dass dieses Trainingsstättenkonzept auch Wirklichkeit werden kann. Die Unterlagen werden ab dem 24. April 2026 verschickt.