Hamburg empfängt engagierte junge Erwachsene aus aller Welt

Vernetzung und Qualifizierung für Multiplikatoren

Nach einem erfolgreichen Jugendcamp im vergangenen Jahr in Berlin, trafen sich nun 30 junge Menschen aus Südamerika, Afrika, dem Mittleren Osten und Südosteuropa in Hamburg zum 19. Youth Leadership Camp des Büros der Vereinten Nationen für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden (UNOSDP). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind Vorbilder für viele ihrer Mitbürger − in ihrer Heimat übernehmen sie soziale Verantwortung und engagieren sich für ihre Gemeinden durch Sport für Entwicklung und Frieden. Das im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Zusammenarbeit mit UNOSDP und der Hamburger Sportjugend durchgeführte Jugendcamp bietet den jungen Teilnehmenden eine Vielzahl von Workshops, in denen sie sich im Bereich „Sport für Entwicklung“ weiterqualifizieren können.

Vom 9. bis 21. Februar setzen sich die jungen Multiplikatoren schwerpunktmäßig mit Aspekten friedlicher Konfliktbewältigung und der Förderung von Verständigung durch Sport auseinander. Das Programm beinhaltet  auch Schulungsmaßnahmen zu Projektmanagement. So lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitere Potenziale des Sports zur Förderung von Entwicklung kennen und erhalten eine einmalige Gelegenheit, positive Erfahrungen zu teilen, gemeinsam Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln und Anregungen aus aller Welt auszutauschen. „Die Weiterbildung hier im Camp hilft mir bei meiner Arbeit in Flüchtlingslagern in meiner Heimat“ erklärt Dima Alardah aus Jordanien.

Höhepunkt des Jugendcamps war auch dieses Jahr wieder das High Level Dinner am 11. Februar, zu dem UNOSDP, BMZ und die Hamburger Sportjugend einluden. Im Rahmen der festlichen Veranstaltung stellten die sportbegeisterten jungen Menschen ihre Projekte und neu gewonnenen Eindrücke hochrangigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft vor. Neben Willi Lemke, dem UN-Sonderberater für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden, nahmen auch Botschafter der Herkunftsländer der Teilnehmer,  Vertreter des BMZ, des Auswärtigen Amts und des Bundesministerium des Innern, des Deutschen Fußball-Verbands e.V. (DFB) sowie Repräsentanten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der GIZ teil. In den Räumen des Millerntorstadions kam es zu vielen anregenden Gesprächen.

Mit vielen Ideen reisen die engagierten Jugendlichen am 21. Februar wieder zurück in ihre Heimatländer, um dort ihre neugewonnen Kenntnisse in „Sport für Entwicklungs-“ Maßnahmen einzubringen.

Foto: Tim Krause