Landesruderverband: Werner Glowik zum neuen Vorsitzenden gewählt

Jürgen Warner tritt nach acht Jahren an der Spitze ab

Der Landesruderverband Hamburg hat einen neuen Vorsitzenden. Gestern Abend wählte die Mitgliederversammlung Werner Glowik einstimmig an die Spitze der Dachorganisation von 23 Rudervereinen und -clubs in der Hansestadt (5.600 Mitglieder). Der 61-jährige Glowik löst Jürgen Warner ab, der das Amt seit 2008 ausgeübt hatte.

Es war eine lang und gut vorbereitete Übergabe des Staffelholzes von Jürgen Warner an Werner Glowik: Rund eineinhalb Jahre arbeiteten beide an der von den Mitgliedern bestätigten Nachfolgelösung. Glowik, im Hauptberuf Rechtsanwalt und Unternehmensberater, engagierte sich von 2014 bis zu seiner Wahl als Beisitzer im Vorstand des Landesruderverbandes und hat dabei intensiv die Hamburger Bewerbung um die Ruder-WM 2019 begleitet. Profunde Kenntnisse der Strukturen im Rudersport erlangte er zudem bei seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten für die Hamburger und die Deutsche Ruderjugend bis in die 1990er-Jahre. In seiner Heimatstadt Hamburg ist Glowik vor allem durch seine Stimme bekannt geworden – seit 30 Jahren kommentiert er Ruderrennen an der Regattastrecke in Allermöhe. Glowik weiß, wovon er spricht: Seine aktive Ruderlaufbahn begann er 1968 als Schüler, seit 1975 ist er Mitglied im Ruderclub Favorite Hammonia. Leistungssportlich machte er im Leichtgewichtsbereich von sich reden: Zwischen 1977 und 1979 holte er drei deutsche Meistertitel im Zweier, Vierer und Achter; bei der Weltmeisterschaft 1979 gelang Glowik ein vierter Platz im Leichtgewichtsvierer ohne Steuermann.

Als neuer Vorsitzender setzt Glowik zwei Schwerpunkte: „Wir wollen gemeinsam mit der Stadt und dem Deutschen Ruder-Verband weiter international hochklassige Veranstaltungen nach Hamburg holen.“ Zur Erinnerung: 2011 war die Stadt Gastgeber des Weltcups, 2014 fand die Junioren-WM auf der Dove-Elbe statt. Des Weiteren möchte sich Glowik dafür engagieren, den Breitensport Rudern in Hamburg weiter zu fördern und dessen Position als Kernsportart in der Stadt zu festigen. Seinen Vorgänger lobt er für ein gut bestelltes Feld: „Jürgen Warner hat dem Verband maßgeblich nationale und internationale Anerkennung verschafft. Er hat es verstanden, die Vereine und Clubs zusammenzubringen und ihre Zusammenarbeit im Breiten- und Leistungssport zu fördern“, lobt Glowik. Ein Beleg für die sehr erfolgreiche Nachwuchsarbeit der Hamburger Clubs ist der dreimalige Gewinn des Deutschen Jugendpokals mit dem Junior-B-Projekt zwischen 2013 und 2015.

Jürgen Warner (72, Der Hamburger und Germania RC), der unter Standing Ovations verabschiedet wurde, war elf Jahre im Vorstand des Landesruderverbandes, seit 2008 fungierte er als Vorsitzender. Der passionierte Wanderruderer wird sich weiter ehrenamtlich im Ältestenrat des Deutschen Ruder-Verbandes engagieren.