Monat des Gedenkens in Eimsbüttel: Die Geschichte des ETV und der Nationalsozialismus

Der Eimsbütteler Turnverband e.V. (ETV) lädt am 4. Mai zwischen 17 und 19 Uhr zu einem Rundgang der besonderen Art ein. Treffpunkt ist am ETV-Sportzentrum, Bundesstraße 96, Oberhaus (I. OG).

Im Rahmen des Eimsbütteler Monats des Gedenkens (20. April -31. Mai) findet auch eine Veranstaltung beim ETV statt: der Vorsitzende des Vereins, Frank Fechner, berichtet morgen über die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Geschichte des ETV und zeigt die „Steine des Anstoßes“ an der Fassade der historischen Turnhalle.

Seit 2009 befasst sich der ETV offensiv mit seiner nationalistischen Vereinsgeschichte. Mehrere Historiker erforschten seither die Bedeutung der Turnerkreuze an der Fassade der Großen Halle des ETV-Sportzentrums in der Bundesstraße, welche zwischen 1908 und 1910 erbaut wurde. Auch die Geschichte eben dieser Sporthalle im zweiten Weltkrieg wurde erforscht, da sie als Getreidespeicher und Zwangsarbeiterlager diente. Der ETV-Vorsitzende Frank Fechner berichtet im Rahmen eines Rundgangs vom Prozess der Erforschung und Aufarbeitung und zeigt, wie der Verein heute mit seiner Geschichte umgeht.
In den Fokus der Studien kamen auch die Biografien und Schicksale ehemaliger jüdischer Mitglieder.

Der ETV freut sich auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher, der Eintritt ist frei.


Der Monat des Gedenkens
Die Arbeitsgemeinschaft „Monat des Gedenkens in Hamburg-Eimsbüttel – Erinnern an Opfer und Widerstand während des NS-Regimes“ organisiert unter dem Motto „Gedenken und Erinnern beginnt in unserer Nachbarschaft“ bereits zum vierten Mal den Monat des Gedenkens mit rund 50 Veranstaltungen und Projekten.