Sportfördervertrag 2017/2018 unterzeichnet

Die Behörde für Inneres und Sport (BIS), der Hamburger Sportbund (HSB) und der Hamburger Fußball-Verband (HFV) haben am 7. Juli im Rathaus den Sportfördervertrag 2017/2018 unterzeichnet. Mit diesem Vertrag sichern die Partner die Förderung der Sportvereine und -verbände sowie der vereinseigenen Sportinfrastruktur in Hamburg.

Die Summe der Förderungen beträgt 9,622 Millionen Euro jährlich. Davon erhalten der HSB 7,872 Millionen Euro und der HFV 1,350 Millionen Euro. Weitere 400.000 Euro werden über den Integrationsfonds der Hamburgischen Bürgerschaft speziell für Integrationssportangebote bereitgestellt; diese werden dem HSB als gesonderte Fördermittel zur Verfügung gestellt.

Im Bereich Personal und Verwaltung verpflichtet sich der HSB, seine eigenen Ausgaben im Jahr 2017 um 75.000 Euro und im Jahr 2018 um weitere 75.000 Euro zu reduzieren. Diese Konsolidierungsbeiträge werden dem HSB für die Förderung von Vereinen und Verbänden (Übungsleiterbetrieb und Fachverbandsetat) zur Verfügung gestellt. Insgesamt wird dieser Bereich in 2017 um 275.000 Euro auf 2,625 Millionen Euro (+11,7%) und in 2018 um 350.000 Euro auf 2,700 Millionen Euro (+14,9%) erhöht.

Hervorzuheben ist, dass im neuen Sportfördervertrag die Förderung der Integration und Inklusion durch die zusätzlichen Mittel des Integrationsfonds um fast das Vierfache (von 130.000 Euro) auf 500.000 Euro erhöht wird; damit erfährt nicht nur die Integration, sondern auch die Inklusion eine deutliche Aufwertung.

Die Förderung der Leistungssportentwicklung steigt um 80.000 Euro. Diese werden in Gänze zur besonderen Förderung der Verbandstrainerinnen und -trainer den Landesfachverbänden zur Verfügung gestellt. Der Gesamtetat für Leistungssportentwicklung beträgt damit 882.000 Euro (+ 10 %).

Sowohl die Förderung der Sportjugendarbeit als auch die Förderung der Sportinfrastruktur verbleiben unverändert bei 1,057 Millionen Euro bzw. bei 1,792 Millionen Euro.

Die zusätzlichen 50.000 Euro für den HFV erhöhen seinen Etat für spezielle Integrationsangebote und das Projekt „Kicking Girls“.

Unterzeichner des Vertrages sind Senator Andy Grote, Staatsrat Christoph Holstein, HSB-Präsident Dr. Jürgen Mantell, HSB-Vizepräsident Dr. Gernot Stenger, HFV-Präsident Dirk Fischer und HFV-Schatzmeister Volker Okun.

Hamburgs Sportsenator Andy Grote: „Mit dem Sportfördervertrag gewährleistet die Stadt die weitere Entwicklung des organisierten Sports auf verlässlicher Grundlage. Wir haben den hohen Ansatz des noch bis zum Jahresende laufenden Vertrages nicht nur gehalten, sondern sogar deutlich erhöht. Das ist ein Erfolg für alle, die sich für den Sport in Hamburg stark machen, und das ist ein klares Signal: Die Stadt setzt weiter auf den Sport und auf seine positiven gesellschaftlichen Wirkungen. Das betrifft nicht nur die Integration von Geflüchteten, sondern auch die Vorbildfunktion des Leistungssports, die Förderung von Gesundheit und Mobilität oder die Bildung von Verantwortungsbewusstsein. Hamburg steht zum Sport. Und Hamburg hält mit der Dekadenstrategie am ehrgeizigen Anspruch fest, die Bedeutung des Sports weiter zu erhöhen.“

HSB-Präsident Dr. Jürgen Mantell: „Wir haben intensiv verhandelt und mussten schließlich anerkennen, dass nicht mehr zu erreichen ist. Die Sportvereine und -verbände sind auch zukünftig nicht reich. Mit dem Vertrag können wir, auch dank der zusätzlichen Unterstützung aus Mitteln der Bürgerschaft, aber leben. Hier gilt unser Dank den Bürgerschaftsfraktionen von SPD und Grünen. Die geforderten Einsparungen im Bereich Personal sind für uns schmerzhaft, wir werden damit umgehen müssen. Es ist gut, dass wir nun wieder alle auf einem gemeinsamen, konstruktiven Kurs sind.“

HFV-Präsident Dirk Fischer: „Unser Wunsch, die seit dem Sportfördervertrag 2007/08 unveränderte Grundförderung endlich einmal anzuheben, damit die seither eingetretenen Kostensteigerungen an Personal-, Energie- und Inflationskosten finanziert werden können, ist nicht erfüllt worden. Mit Befriedigung haben wir zur Kenntnis genommen, dass die Absenkung der jährlichen Aufwendungen für die Sanierung von 4 auf 2 Mio. € vermieden werden konnte. Wir freuen uns, dass wir Unterstützung erhalten für die Arbeit unserer Vereine mit Flüchtlingen und das Projekt „Kicking Girls“. Der HFV und seine Vereine nehmen ihre soziale und gesellschaftliche Verantwortung aus voller Überzeugung wahr und geben der Stadt und der Gesellschaft mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit unendlich viel mehr zurück als sie durch die Sportförderung erhalten.“