Stellungnahme zur Ankündigung des Austritts von Sportspaß

Vereinssport ist eine Solidargemeinschaft

Hamburg, 24. September – Im Hamburger Abendblatt kündigt heute unser Mitglied Sportspaß e.V. seinen Austritt aus dem HSB an. Hierzu nehmen wir wie folgt Stellung:

Der HSB vertritt die Interessen von 819 Vereinen. Die Vielfalt des Sports, vom kleinen Einspartenverein bis zu Großvereinen mit fünfstelligen Mitgliederzahlen, vom reinen Freizeitsport-Verein bis zu Vereinen, die Olympiasieger hervorbringen, ist vom HSB gewollt und wird jederzeit unterstützt.

In seinen Förderrichtlinien beachtet der HSB die Interessen aller seiner Mitglieder. Mit Sportspaß sind mehrere Gespräche geführt worden und Lösungen angeboten worden, wenn Förderrichtlinien nicht zum Verein passten. Der HSB berät alle seine Mitglieder, wie seine Richtlinien bestmöglich in der Praxis umzusetzen sind. Der HSB geht bei allen Vereinen so vor im Interesse der Solidargemeinschaft der Sportvereine. Dieses Vorgehen wird von seinen Mitgliedern akzeptiert und mitgetragen.

Der HSB ändert aktuell mehrere Förderrichtlinien, so dass Sportspaß, wie andere Vereine auch, ab dem Jahr 2017 erheblich profitieren würde. Hauptsächlich betreffen diese Änderungen die Förderung der Sanierung und Bewirtschaftung von vereinseigenen Sportanlagen.

„Die Behauptung, dass mit Sportspaß von unserer Seite nicht geredet wurde und der Verein nicht von einer Mitgliedschaft im HSB profitieren würde, müssen wir darum zurückweisen“, sagt HSB-Geschäftsführer Ralph Lehnert.

Aus Sicht des HSB ist der Vereinssport in Hamburg eine Solidargemeinschaft. Die Vereine übernehmen eine Vielzahl von gesellschaftspolitischen Aufgaben, wie Kinder- und Jugendarbeit, Sport für Menschen mit Behinderungen und gerade in den letzten 18 Monaten Sportangeboten für Flüchtlin- ge. Hinzu kommt der aufwändige Wettkampfsport bis in den Spitzensport hinein.

Sportspaß engagiert sich in keinem dieser Bereiche intensiv. „Es ist vollkommen in Ordnung, wenn sich ein Verein entscheidet, dort nicht aktiv zu sein. Dann ist es aber auch legitim, wenn dieser Verein Nettozahler in der Solidargemeinschaft Sport wird und Vereinen hilft, die dieses Engagement zum Teil hoch aus eigenen Mitteln subventionieren“, so Lehnert.

Das Präsidium und die Geschäftsführung des HSB haben Sportspaß ein Gespräch zur Klärung der Lage angeboten. Das Ziel ist die langfristige Fortsetzung der Zusammenarbeit.