„Reha-Management“ – Black-Box oder wirkliche Hilfe?

Mit dem Begriff Reha-Management kann kaum ein Versicherter oder ein Unfallopfer wirklich etwas anfangen. Manche winken von vornherein ab, wenn ihnen ihr Versicherer das anbietet, weil sie glauben, es handele sich „nur“ um ein weiteres zusätzliches Behandlungsangebot. Andere fürchten sogar, man wolle damit Kosten bei ihnen sparen und ihnen Leistungen vorenthalten.

Dabei ist es eigentlich ganz einfach – Reha-Management ist dazu da, dem Betroffenen in einer schwierigen Lebenssituation zu helfen, ihn zu beraten und ihm Wege aufzuzeigen, die den Alltag leichter machen können. Wenn das einmal verstanden worden ist, und wenn dann der Betroffene erlebt, wie sich Möglichkeiten ergeben, an die bisher keiner gedacht hat, sich Türen zu Therapien öffnen, die vorher verschlossen schienen, und sich von Tag zu Tag die Situation bessert, dann erfahren sie, wie wirksam Reha-Management wirklich sein kann.

Aber lassen wir einen Betroffenen berichten, was er mit der Beratung durch den IHR-Rehabilitationsdienst erlebt hat. Hier seine Geschichte:

Herr R. hatte am 15. November 2015 beim Fußballspielen einen Unterschenkeltrümmerbruch am rechten Bein erlitten.

Bereits im Rettungswagen war ihm die Schwere des Unfalls bewusst und klar, dass da einiges kaputt gegangen war. Er hatte nicht nur im Verein viele Termine, er war auch beruflich stark eingebunden und seine Familie freute sich auf den bevorstehenden Weihnachtsurlaub im Schnee.

Bei der Behandlung im Krankenhaus wurde ihm deutlich gemacht, dass er das Bein in den kommenden sechs bis acht Wochen nicht belasten durfte. Man gab ihm zwei Unterarmgehstützen und wies darauf hin, das Bein möglichst zu entlasten– ohne ihm jedoch zu erklären, wie er dies mit den Gehstützen umsetzen sollte.

Tausend Fragen schossen Herrn R. durch den Kopf: Wie sollte er zu Hause die Treppen herauf und herunter kommen und sich im Bad bewegen? Autofahren ging gar nicht. Wie sollte er zu Therapien kommen? Was war mit seinem Job? Wer zahlt was?  Er hatte auf all diese Fragen keine Antwort und war völlig hilflos.

Ja, der Sozialdienst im Krankenhaus hatte ihm Hilfe angeboten, aber die Probleme fingen eben nach dem Krankenhausaufenthalt an: Ganz banal mit dem Gang zur Toilette und dem Weg zum Arzt. Bei Schnee und Eis kein Spaß auf Krücken. Und es war niemand mehr da, der Tipps geben konnte.

Aber dann meldete sich die ARAG Sportversicherung bei ihm und bot ihm das „Reha-Management“ an. Er hatte keine Ahnung, was sich dahinter verbarg. Die ARAG Sport teilte Herrn R. mit, dass ein Berater auf Wunsch zu ihm nach Haus käme und ihm Hilfestellung z.B. bei der Auswahl der Therapien und der Beantragung von Leistungen bei den Sozialversicherungsträgern anbieten würde. Eben ein Lotse im Dschungel von Medizin und Reha.

Der Berater kam und stellte sich zunächst vor. Sie sprachen über die Situation und schon gab es von Seiten des Beraters Tipps und Hinweise. Zum einen empfahl ihm der Berater die Einholung einer ärztlichen Zweitmeinung und vereinbarte für Herrn R. direkt einen Termin – eine Woche später war er schon in einer Spezialklinik.

Zum anderen empfahl der Berater Herrn K. einen Physiotherapeuten, der ihm zunächst erst einmal beibrachte, wie er mit den Krücken umgehen musste. Dass dieser zu ihm nach Hause kam, hatte den großen Vorteil, dass man die Übungen direkt im häuslichen Umfeld durchführen und die alltäglichen Probleme wie Toilettengang, Schuhe zubinden etc. lösen konnte. Woher sollte Herr R. denn wissen, dass Therapeuten auch nach Haus kommen?

Der Berater kümmerte sich auch um die Fahrdienste und die Kosten der Maßnahmen sowie darum, dass die Kosten der ärztlichen Zweitmeinung und der Physiotherapie von der Krankenkasse übernommen wurden. Sogar der Urlaub wurde für Herrn K. storniert bzw. verschoben, so dass hier keine Kosten entstanden. Bei der Vorstellung zur ärztlichen Zweitmeinung wurde dann festgestellt, dass eine Schraube gebrochen war und eine zweite OP durchgeführt werden musste. Glücklicherweise wurde dies so früh festgestellt, dass die dann anschließende intensive Physiotherapie nicht unterbrochen werden musste. Nach sechs Wochen konnte Herr K. das Bein schon wieder voll belasten. Dann aber fing das Training erst richtig an. Der Berater half Herrn R. bei der Kostenübernahme durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) und vermittelte ihm dann auch ein Fitnessstudio, wo er unter ärztlicher Leitung trainieren konnte.

Der Berater war einige Male bei dem Verletzten, auch wurde viel telefoniert – kurzum: er war immer da, wenn er gebraucht wurde, und hatte auch, was den Datenschutz betrifft, intensiv informiert sowie alle notwendigen Unterlagen eingeholt. Sogar eine externe Datenschutzbeauftragte konnte bei Bedarf angefordert werden.

Würde Herr R. das Reha-Management denn weiter empfehlen?

Auf jeden Fall. Das war das Beste, was Herrn R. passieren konnte. Vielleicht findet man aber einen einfacheren Begriff. Beratung und Lotse umschrieben es in jedem Fall gut, berichtete Herr R..

Deutschlandweit ist der IHR Rehabilitations-Dienst mit seinen mehr als 70 Beratern vor Ort tätig. Der IHR wird in der Regel von einem Versicherungsunternehmen beauftragt und verfügt über 20 Jahre Praxis und Erfahrung in der „erfolgreichen Integration und Rehabilitation Schwerbetroffener“. Seine Aufgabe besteht darin, sowohl den Betroffenen und deren Familien, wie auch deren Rechtsanwälten, Versicherungen und Gesundheitsdienstleistern beratend und koordinierend zur Seite zu stehen. Gerade wenn plötzlich das eigene Leben durch Unfall oder Krankheit aus der Bahn gerät, kann ein erfahrener und kompetenter Partner wertvolle Hilfe bieten. Bei dem Dienstleistungsangebot geht es immer um die optimale Gestaltung und Koordination der häufig komplexen und langwierigen Rehabilitation und Wiedereingliederung in ein möglichst normales und eigenständiges Leben. Ziel ist es, die Betroffenen in der schwierigen Phase zu begleiten und zu lotsen, um die Rehaphase optimal gestalten zu können. So kann der IHR helfen, die unterschiedlichen therapeutischen und rehabilitativen Aktivitäten zu planen und zu koordinieren.

Herr R. ist kein Einzelfall. Mittlerweile hat der IHR mehr als 25.000 Menschen in solchen Situationen begleitet und beraten. Neutral, zügig, effizient und erfolgreich. Ein Lotse eben für alle Lebenslagen!