Sportanlagenlärmschutzverordnung: Bundestag beschließt entscheidende Änderung

Hamburg, 26. Januar 2017 – Der Bundestag hat heute die Änderung der Sportanlagenlärmschutzverordnung (SALVO) beschlossen. Damit ist ein weiterer entscheidender Schritt getan, das Thema Sportlärm im Sinne der Sportvereine zu regeln. „Nach fast drei Jahren sind wir nun kurz vor dem Ziel, unseren Vereinen einen vernünftigen Umgang mit Sportgeräuschen zu liefern“, sagte HSB-Vorstandsvorsitzender Ralph Lehnert nach dem Beschluss.

Final muss die Änderung der SALVO noch vom Bundesrat beschlossen werden. Nachdem der Hamburger Senat im März 2014 die Änderung der SALVO mit einer einstimmig verabschiedeten Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht hatte, erwartet Lehnert dort aber nun eine schnelle Zustimmung.

Seit Frühjahr 2011 hatte der HSB in Gesprächen mit Senatsvertretern sowie Briefen an Hamburger Bundestagsabgeordnete immer wieder eine Änderung der SALVO angeregt. „In einer sich immer mehr verdichtenden Stadt darf es für den Sport nicht eng werden. Darum musste das Thema im Sinne der Sportvereine gelöst werden. Wir sind froh, dass wir bei diesem Thema die volle Unterstützung unserer Landesregierung hatten“, so Lehnert.

Die entscheidenden Punkte der Änderung der SALVO aus der Sicht des HSB sind folgende:

Bei Umbau oder Sanierungsmaßnahmen von Sportanlagen drohten den Vereinen Nutzungseinschränkungen, da der so genannte Altanlagenbonus entfiel. „Dass die Stadt Sportanlagen mit viel Geld saniert, um Sportvereinen eine verbesserte Nutzung zu ermöglichen und die Vereine dann von alten Regelungen ausgebremst werden, ist absurd. Dass Sportanlagen nun die alten Emissionsgrenzen bei Umbau oder Sanierung behalten werden ist die einzig vernünftige Lösung“, sagt der für Sportinfrastruktur zuständige HSB-Vorstand Bernard Kössler.

Sport gehört in Wohngebieten in die Nachbarschaft, da er auf vielfältige Weise zum sozialen Zusammenhalt beiträgt. In einer sich immer stärker verdichtenden Stadt werden Flächen immer knapper. „Mit der Änderung der SALVO ist es möglich, den Abstand zwischen einer Sportanlage und einem Wohnhaus zu verkleinern, da höhere Emissionswerte des Sportbetriebs akzeptiert werden. Das macht Sport in Wohnortnähe auch zukünftig möglich“, so Kössler.

Die Änderung der SALVO wird auch dem heutigen Freizeitverhalten der Bürgerinnen und Bürger gerecht. In den bisherigen Ruhezeiten von 20 bis 22 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 15 Uhr müssen nun die Werte eingehalten werden, die auch tagsüber gelten. „Bisher mussten sich unsere Vereine an Vorschriften aus dem vorigen Jahrhundert halten. Nun sind das allgemeine Freizeitverhalten und das Bedürfnis unserer Sportlerinnen und Sportler mit dem Ruhebedürfnis der Bürgerinnen und Bürger im Einklang“, so Kössler.