Bundesrat beschließt Änderungen der SALVO zugunsten des Sports

Der Bundesrat hat am 31. März die Änderung der Sportanlagenlärmschutzverordnung (SALVO) beschlossen. Er bestätigt damit die Entscheidung des Bundestages, das Thema Sportlärm im Sinne der Sportvereine zu regeln. „Wir sind nun endlich am Ziel, unseren Vereinen einen vernünftigen Umgang mit Sportgeräuschen zu liefern“, sagte unser Vorstandsvorsitzender Ralph Lehnert nach dem Beschluss.

Seit Frühjahr 2011 hatten wir in Gesprächen mit Senatsvertretern sowie Briefen an Hamburger Bundestagsabgeordnete immer wieder eine Änderung der SALVO angeregt. „In einer sich immer mehr verdichtenden Stadt darf es für den Sport nicht eng werden. Die Einschränkungen durch die bisherigen Regelungen waren nicht mehr zeitgemäß. Wir danken dem Hamburger Senat, der den Sport in dieser Sache immer unterstützt hat“, so Lehnert.

Aus unserer Sicht sind die entscheidenden Punkte der Änderung der SALVO folgende:

Bei Umbau oder Sanierungsmaßnahmen von Sportanlagen drohten den Vereinen Nutzungseinschränkungen, da der so genannte Altanlagenbonus entfiel. Das betraf zum Beispiel den Bau von Kunstrasenplätzen, die eigentlich eine verbesserte Nutzung der Sportanlagen ermöglichen. „Dass Sportanlagen nun die alten Emissionsgrenzen bei Umbau oder Sanierung behalten werden ist die einzig vernünftige Lösung“, sagt der für Sportinfrastruktur zuständige HSB-Vorstand Bernard Kössler.

Sport gehört in Wohngebieten in die Nachbarschaft, da er auf vielfältige Weise zum sozialen Zusammenhalt beiträgt. In einer sich immer stärker verdichtenden Stadt werden Flächen immer knapper. Mit der Änderung der SALVO ist es möglich, den Abstand zwischen einer Sportanlage und einem Wohnhaus zu verkleinern, da höhere Emissionswerte des Sportbetriebs akzeptiert werden. Das macht Sport in Wohnortnähe auch zukünftig möglich.

Die Änderung der SALVO wird auch dem heutigen Freizeitverhalten der Bürgerinnen und Bürger gerecht. In den bisherigen Ruhezeiten von 20 bis 22 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 15 Uhr müssen nun die Werte eingehalten werden, die auch tagsüber gelten. „Bisher mussten sich unsere Vereine an Vorschriften aus dem vorigen Jahrhundert halten. Nun sind das allgemeine Freizeitverhalten und das Bedürfnis unserer Sportlerinnen und Sportler mit dem Ruhebedürfnis der Bürgerinnen und Bürger im Einklang“, so Kössler.