Migranten im Ehrenamt

Seltene Gesichter in der Vereinswelt

In Vereinsvorständen sind Deutsche unter sich. Forschungen des Gießener Soziologen Prof. Dr. Michael Mutz haben ergeben, dass neun von zehn deutsche Vereine keine Person mit Migrationshintergrund im Vorstand haben. „Auf informeller Ebene ist der Anteil der Engagierten größer – wenn es darum geht, mal am Wochenende eine Fahrt zu organisieren oder zu einem Spiel oder Wettkampf als Betreuer mitzufahren“, sagte Mutz uns im Interview.

Ob Vorstand, Geschäftsführer, Abteilungsleiter, Sportwart  oder Trainer – in einer bunten Portraitreihe quer durch Hamburg stellen wir bis Jahresende regelmäßig Menschen vor, die nicht Müller, Schmidt oder Meyer heißen und sich trotzdem in unseren Vereinen engagieren.

Sie kommen aus der Türkei, Afghanistan, Ghana oder Syrien. Frauen und Männer sind dabei, jung und alt ist vertreten. Sie sind Beispiele dafür, dass Integration in unsere Gesellschaft über Verantwortung und Teilhabe gelingen kann. Gerade im Sportverein.

 

Esra Evren arbeitet mit 21 Jahren im Vorstand des SC Urania (Stützpunktverein im Programm Integration durch Sport). Sie möchte vorankommen und den Verein weiterbringen.

Im Interview mit dem HSB sucht Professor Michael Mutz nach Gründen, warum in der Vereinsführung häufig Deutsche unter sich sind.

Hatice Dogan kümmert sich als Jugendwartin der „Hamburger Ballschule“ seit fünf Jahren um passende Übungsleiter und Sportangebote für Jungen und Mädchen im Nachmittagsunterricht der Schulen.

Eine Aufstiegsstory – vom Ehrenamt in Harburg zum Hauptamt beim HSV.

Rohit Choudhry ist seit Mai 2016 Sportwart bei SV Lurup.

Mit Gestaltungswillen und Akribie füllt Rohit Choudhry seine drei Ehrenämter beim SV Lurup aus.