Stadtentwicklung und Sport – Altona geht voran!

Hamburg, 04. Mai 2017 – Die Bezirksversammlung Altona hat in der vergangenen Woche den Weg geebnet, um den Hamburger Sportbund (HSB) bei der Ermittlung von Bedarfen für Sportflächen bei Bebauungsplänen zu beteiligen. Der HSB soll hierzu zukünftig eine Stellungnahme für den Planungsausschuss der Bezirksversammlung abgeben. Des Weiteren fordert die Bezirksversammlung die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen sowie die Behörde für Inneres und Sport auf, dieses Verfahren auch bei Vorhaben und Bebauungsplänen in Sonderplanungsgebieten anzuwenden, die der Senat unter seiner Verantwortung umsetzt.  

„Dieser Beschluss ist ein wichtiger Impuls, den Sport und die Anliegen von Sportvereinen frühzeitig in die Planungsprozesse einzubringen. Die Bewohner der neuen Stadtteile wollen wohnortnah Sport treiben. Die Bedarfe von Sportvereinen rechtzeitig von Beginn an einzuplanen, ist eine wichtige Zukunftsfrage für den Sport in Hamburg“, so der für Sportinfrastruktur zuständige HSB-Vorstand Bernard Kössler.

HSB-Vorstandsvorsitzender Ralph Lehnert ist mit dem Beschluss in Altona zufrieden: „Unsere Bemühungen, die Bedarfe des Sports besser in der Stadtentwicklung zu verankern, tragen erste Früchte. Es besteht zwar politisch Konsens, dass der Sport rechtzeitig bei den Planungen berücksichtigt wird. Altona hat hierzu nun als erster Bezirk einen strukturieren Prozess zur Aufnahme der Vereinsbedarfe etabliert, damit ist der HSB an prominenter Stelle im Planungsprozess vertreten. Es wäre wünschenswert, wenn sich andere Bezirke dem Altonaer Modell anschließen.“

Der HSB bringt sich derzeit in die Planungen um die Neue Mitte Altona, das Holstenquartier und die Verlagerung des Altonaer Fernbahnhofs ein, um ausreichend Sportflächen zu sichern. Hamburgweit setzt sich der HSB derzeit dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für den Sport rechtzeitig bei den großen Stadtentwicklungsprojekten Hamburgs eingeplant werden. Damit Sportvereine sich entwickeln und so ihre soziale Bindungswirkung für die Stadtteile entfalten können, müssen die vier Säulen der öffentlichen Sportraumentwicklung ausreichend berücksichtigt werden: Sportplätze und -hallen, Vereinssporträume und Bewegung im öffentlichen Raum.