Vorstellung Sportraumkonzept Mitte Altona - Diebsteich

Gemeinsam mit dem Bezirksamt Altona haben wir das Sportraumkonzept für die Neue Mitte Altona, das Holstenquartier und das Gebiet um den zukünftigen Fernbahnhof Diebsteich vorgestellt.

Wir haben die Entwicklung der Sportbedürfnisse der neu zuziehenden Menschen analysiert und die Ergebnisse mit den Möglichkeiten in den neuen Quartieren abgeglichen. Damit liegt nun eine fundierte programmatische Empfehlung an die Planenden der kommenden Bauabschnitte vor.

Abgeleitet aus der Bevölkerungsentwicklung und der Nachfrage von Sportangeboten errechneten wir die Art und die Größe der erforderlichen Sportanlagen für die genannten Entwicklungsgebiete. Für die zu erwartenden über 14.000 neuen Bewohnerinnen und Bewohner sind demnach Sporträume für rund 5.000 Menschen vorzuhalten.

Vorgeschlagen wird unter anderem ein Sportscommunitycenter in der Neuen Mitte Altona, das auch die Planungen der Stadtteilschule Altona mit ihren Sportflächen umfaßt. Auch die Grünflächen um die Schule lassen sich als Bewegungsraum nutzen. Nach der Verlagerung des Fernbahnhofs können weitere Flächen für ein Sport- und Reha-Zentrum entstehen.

Für das Holsten-Quartier wird der Bau einer Dreifeldhalle vorgeschlagen. An diese Halle ließen sich eine Bewegungs-KiTa oder Sportfitnessräume ankoppeln.

Die bestehenden Sportanlagen an der Waidmannstraße und der Memellandallee müssen, angesichts des zu erwartenden Zuwachses an Bevölkerung dringend erhalten bleiben. Sie sind so zu überplanen und zu gestalten, dass sie, den zukünftigen Bedarfen gerecht werdend, flächen- und bewegungsintensive Sportarten, wie Fußball oder Leichtathletik, aufnehmen. Ein Regionalliga-Stadion mit 4.000 Plätzen ist Teil der Planung.

„Mit unserem Konzept kann über Bewegung und Sport ein großer Impuls für ein sozial ausgewogenes und lebendiges Miteinander in den neuen Wohnvierteln gegeben werden. Dem Bezirksamt Altona danken wir, dass wir gemeinsam ein Best Practice-Beispiel für die zukünftige Stadtentwicklung geben können“, sagte HSB-Präsident Dr. Jürgen Mantell.

„Mit dem Sportraumkonzept des Hamburger Sportbundes haben wir eine belastbare und nachvollziehbare Grundlage dafür, den notwendigen Bedarf an Sportflächen in einer wachsenden Stadt konkret belegen zu können. Ich danke allen Beteiligten, insbesondere dem Hamburger Sportbund und den beteiligten Sportvereinen für diesen konstruktiven Beitrag zur weiteren Entwicklung für ein lebenswertes und inklusives Altona“, sagte Altonas Bezirksamtsleiterin Dr. Liane Melzer.

Aus Sicht des HSB wird eine optimale Sportraumentwicklung von vier Säulen getragen. Gebraucht werden Sporthallen, Sportplätze, Sporträume im öffentlichen Raum und Vereinssportzentren.

Während in Hallen und auf Plätzen vorwiegend klassische Wettkampfsportarten betrieben werden, decken die anderen beiden Säulen, insbesondere die Vereinssportzentren, die veränderten Sportbedürfnisse der Bevölkerung ab. Fitness, Gesundheits-, Reha- und Seniorensport können beispielsweise in Sporthallen nicht in ausreichender Qualität und Menge angeboten werden.

Das ausführliche Sportraumkonzept (rechts im download) liefert Ihnen die detaillierte Planungsentwürfe sowie die der Bedarfsermittlung zugrundeliegenden konkreten Berechnungen.