Bild eines Schiedsrichters mit roter und gelber Karte

Ich will ein guter Trainer werden

Durch das HSV-Fußballangebot für Flüchtlinge zum Schiri

Seine Leidenschaft gehört dem Fußball. Wie bei vielen Jungen. Schon als 14-jähriger kickte Mansour Ahmadi in seiner Heimatstadt Maschhad. Maschhad liegt im Nordosten des Irans und ist als religiöse Pilgerstätte bekannt. Fußballplätze gab es dort wenig also wurde auf der Straße gespielt. Im September 2015 musste Mansour flüchten, da war er 27 Jahre alt. In Deutschland war vieles komplett neu, die Eingewöhnung fiel nicht leicht. Aber: „Unser Camp lag nahe der Volksbank Arena. Durch Flyer und Freunde habe ich erfahren, dass der HSV-Fußballangebote für Flüchtlinge anbietet.“

Toll war, dass einer der Trainer seine Sprache gesprochen hat. Das machte die Sache leichter und Mansour fühlte sich sofort wohl. Dreimal in der Woche ging er von da ab zum Fußball: sonntags zum Futsal in der Volksbank Arena und dienstags und freitags zum Fußballtraining nach Norderstedt.

„Nachdem ich einige Testspiele und Turniere für das HSV-Willkommensteam gemacht habe, die Grundlagen des Fußballs und einigermaßen die deutsche Sprache gelernt habe, wurde ich Anfang 2018 gefragt, ob ich für HSV 5 spielen möchte.“ Seitdem ist Mansour ein fester Bestandteil des Teams. Doch damit nicht genug. In Zukunft möchte der 31Jährige als Trainer ein eigenes Team leiten. Und um sich noch vertrauter mit den Regeln zu machen, hat er erst einmal seinen Schiedsrichterschein gemacht.

„Ich habe tolle Menschen kennengelernt, die eine Bereicherung in meinem Leben wurden und möchte in Zukunft weiterhin an meinen Zielen arbeiten, so dass ich meine Ausbildung abschließe und ein guter Trainer werde.“