„FC St. Pauli: Lebenswege 1933-45″

Ausstellung bis zum 1. März in der St. Pauli Kirche.

Am 16. Januar startete in Kooperation von „1910 – Museum für den FC St. Pauli e.V.“ und der St. Pauli Kirche die Ausstellung „FC St. Pauli: Lebenswege 1933-45″, welche an die Sonderausstellung „Fußball in Trümmern. FC St. Pauli im ‚Dritten Reich‘“ anschließt, die das FC St. Pauli-Museum 2017 präsentierte.

Der Verein ist heute politisch klar links und antifaschistisch positioniert. Aber wie verhielt sich der Kiezclub im Dritten Reich? Die Ausstellung widmet sich anhand der Leben von acht St. Paulianern dieser Frage. Der ranghohe Nationalsozialist Otto Wolff beispielsweise spielte nach dem Krieg wieder für den Verein und erhielt sogar eine goldene Ehrennadel, die ihm erst 2010 aberkannt wurde. Die verfolgten Juden Otto und Paul Lang waren die Gründer der Rugby-Abteilung des Vereins. Sie wurden aus dem Verein ausgeschlossen.

Die St. Pauli Kirche war am Eröffnungsabend ausgesprochen gut besucht, Pastor Paulekun, Ewald Lienen und Christoph Nagel (Vorstand FC St. Pauli-Museum) hielten tolle und bewegende Reden.

„Es gab Täter, Opfer und Mitläufer, sowohl in der Kirche als auch im Fußballverein. Das verbindet uns“, erklärt Pastor Paulekun den ungewöhnlichen Ausstellungsort.
Die nächsten Öffnungstage sind Sonnabend, 18.1. und Sonntag, 19.1., jeweils 13-16 Uhr, danach öffnet die Kirche bis zum 1. März immer donnerstags und an den Wochenenden. Der Eintritt ist frei.

Adresse: St. Pauli Kirche, Pinnasberg 80, 20359 Hamburg (S Reeperbahn und Bus 112 Hafentreppe)