Sport und GEMA

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) ist die seit 1933 staatlich legitimierte Verwertungsgesellschaft, die die Nutzungsrechte, der GEMA-zugehörigen Komponisten, Textdichtern und Verlegern von Musikwerken verwaltet.
Der Urheber eines Musikstückes, der Komponist, der Textdichter bis hin zum Musikverleger, sie alle haben ein Recht auf Schutz des von ihnen geschaffenen Werkes. Die GEMA vertritt stellvertretend für die Musikschaffenden die Interessen bei der Verwertung ihrer Werke und erteilt die Einwilligung zur öffentlichen Wiedergabe dieser Werke gegen eine Gebühr.

Jeder Verein, der bei einer Veranstaltung urheberrechtlich geschützte Werke (in der Regel Musikstücke) aufführt, muss diese Veranstaltung bei der GEMA anmelden. Es ist dabei unerheblich, ob es sich hierbei um Unterhaltungsmusik, Tanzmusik oder nur um eine musikalische „Untermalung“ oder ob es sich um Live-Musik oder Musik von Tonträgern handelt. Der Einsatz von Musik führt grundsätzlich zur gesetzlich vorgeschriebenen Meldepflicht gegenüber der GEMA. Meldepflichtig sind demnach alle öffentlichen Veranstaltungen.

Alle Veranstaltungen, die ein Verein ausrichtet, werden grundsätzlich als öffentliche Veranstaltungen angesehen. Die private Veranstaltung zu Hause wäre beispielsweise eine nicht öffentliche Veranstaltung. Vereine müssen aber nur für bestimmte Musiknutzung Gebühren bezahlen. Denn ...

 

Der  Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat - bei der Vielfalt der Musikverwendung im sportlichen Bereich und im Interesse seiner Vereine - Abkommen mit der GEMA getroffen. Diese Abkommen garantieren folgendes:

  1. Unter bestimmten Voraussetzungen werden Vorzugssätze bei Musikaufführungen gewährt.   
  2. Durch die Zahlung eines jährlichen Pauschalbetrages durch den DOSB erfolgt eine Freistellung von den GEMA-Gebühren bei bestimmten Veranstaltungen mit musikalischer Umrahmung.

Die GEMA hat dazu einen Tarif (M-SP) speziell für Sportveranstaltungen aufgelegt.

Auch die Mitgliedsvereine des HSB profitieren von diesem Rahmenvertrag. Dieser sieht vor, dass der wesentliche Teil der Musiknutzung in Zusammenhang mit Sportveranstaltungen pauschal abgedeckt ist (siehe Zusatzvereinbarung 1). Der HSB ist verpflichtet, die GEMA-Gebühren für alle seine Mitgliedsvereine an die GEMA gesammelt zu entrichten. Die GEMA-Gebühren sind in den HSB-Mitgliedsbeiträgen enthalten.

Weitere Informationen Rund um das Thema GEMA finden Sie aktuell immer auf der Homepage des DOSB.

Dort finden Sie u. a.:

Zusatzvereinbarungen:

 

Was bedeutet das nun für Ihre Veranstaltungen? / Welche Veranstaltungen müssen bei der GEMA angemeldet und bezahlt werden?

Kurz gesagt: Alle nicht in der Zusatzvereinbarung 1 aufgeführten Veranstaltungen müssen bei der GEMA angemeldet werden!

Leider ist die Abgeltung sämtlicher Musiknutzungen der Vereine nicht finanzierbar. Aus diesem Grund müssen grundsätzlich gesellige Veranstaltungen mit Musiknutzung (Live oder von Band), die nicht ausdrücklich in der Zusatzvereinbarung 1 erwähnt sind, angemeldet werden. Zum Beispiel Sportlerball, Discos, Tanztee und Bunte Nachmittage. Außerdem werden bestimmte Veranstaltungen bei der Teilnahme von Nichtmitgliedern oder auch der Erhebung einer zusätzlichen Kursgebühr meldepflichtig. Meldepflichtig heißt dann auch, dass die GEMA die gemeldete Musiknutzung in Rechnung stellt.

 

 

Achtung: Die GEMA wird Ende November 2016 Nachberechnung gegenüber Veranstaltern vornehmen, die die Musikfolgen für durchgeführte Live-Veranstaltungen nicht eingereicht haben. Hintergrund ist Folgender: Wer Live-Musik-Veranstaltungen durchführt, ist gesetzlich verpflichtet, der GEMA eine Aufstellung über die bei der Veranstaltung genutzten Werke („Musikfolge“) zu übersenden.

Werden Musikfolgen nicht ordnungsgemäß eingereicht, berechnet die GEMA einen Betrag in Höhe von 10 % der Normalvergütung (veröffentlichter Tarif ohne Berücksichtigung des Nachlasses aufgrund der Mitgliedschaft in einer Gesamtvertragsorganisation) nach. Entsprechende Bestimmungen finden sich auch in den Vergütungssätzen für Live-Veranstaltungen.

Die Nachberechnung bezieht sich auf Veranstaltungen des Jahres 2015. Die GEMA erklärt sich bereit, die fehlenden Musikfolgen noch bis zum 31. Dezember 2016 (entscheidend ist der Eingang bei der der GEMA) entgegenzunehmen. Sofern die Musikfolgen bis zu diesem Datum nachgereicht werden, wird die GEMA die Nachberechnung für das Jahr 2015 stornieren.

Der DOSB empfiehlt Sportvereinen, in allen Verträgen mit Musikern zu vereinbaren, dass diese das Verzeichnis selbst erstellen und dem Verein nach Ende der Veranstaltung übergeben.