Bei Vorfällen oder Verdachtsfällen von Gewalt oder Diskriminierung können sich betroffene Erwachsene sowie die Mitgliedsorganisationen des Hamburger Sportbundes – auch anonym – an den HSB wenden. Gewalt ist durch nichts zu rechtfertigen oder zu entschuldigen. Der HSB verurteilt jede Form von Gewalt aufs Schärfste.

Die Hände einer Erwachsenen greifen helfend zu den Händen eines Kindes

Als Anlauf- und Beratungsstelle hören wir zu, beraten vertraulich, geben Orientierung und zeigen mögliche nächste Schritte auf. Wir sprechen Empfehlungen aus und können bei Bedarf vermittelnd unterstützen – etwa durch Mediation oder die Vermittlung an spezialisierte Fachstellen. Die Verantwortung für die Klärung und Bearbeitung konkreter Vorfälle liegt in der Regel bei den jeweiligen Mitgliedsorganisationen. Der HSB steht ihnen dabei beratend zur Seite und unterstützt sie darin, Vorfälle verantwortungsvoll und betroffenenzentriert zu bearbeiten.

Unser Ziel ist eine Kultur des Hinsehens und Handelns, in der Betroffene gestärkt und Grenzüberschreitungen, Gewaltvorkommnisse und Diskriminierungserfahrungen konsequent aufgearbeitet werden.

Sei es…
  • bei eigenen Gewalterfahrungen
  • bei Fragen zu Interventionsschritten
  • bei Fachfragen in dem Themenbereich
  • oder einfach bei einem mulmigen Bauchgefühl 
… jede Person ist hier richtig. Wir beraten sowohl Betroffene als auch involvierte Personen (z.B. Erziehungsberechtigte) sowie Vereine und Verbände. Der Fokus der Beratung liegt dabei immer auf dem Wohl der Betroffenen.
 
Alle können betroffen sein:
  • Sportler*-innen aus dem Breiten- oder Leistungssport
  • Übungsleitende und oder Trainer*-innen
  • Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*-innen in Sportorganisationen
  • Schiedsrichter*innen, Fans, Helfer*-innen mit vielfältigen Funktionen 

ACHTUNG: Wir bieten keine Notfallsprechstunde an. Um einen Beratungstermin zu vereinbaren, sprechen Sie uns gerne aufs Band oder schreiben Sie uns eine Mail.

Interventionsleifaden im HSB bei externen Meldungen gegen HSB/HSJ-Mitarbeitende
Dieser Interventionsleitfaden richtet sich an externe Personen, die Beschwerden gegen haupt- und nebenberufliche Mitarbeitende oder ehrenamtliche Amtsinhaber*innen des Hamburger Sportbundes e.V. (HSB) oder seiner Sportjugend (HSJ), einschließlich der Ferienanlage Schönhagen, erheben möchten. Er dient zur Aufklärung interpersonaler Gewalt und Diskriminierung. Der HSB und seine Jugendorganisation haben es sich zur Aufgabe gemacht, jede Meldung ernst zu nehmen, dieser nachzugehen und angemessen darauf zu reagieren.
 
Externe Unterstützungsangebote
Weitere Unterstützungsangebote, auch außerhalb des Sports, findet man hier:
  • Gewalterfahrung im Breitensport: Die bundesweite, unabhängige Anlaufstelle Safe Sport ist für alle da, die grenzüberschreitende Situationen oder Gewalterfahrungen im Sport erlebt oder beobachtet haben und psychologische und/oder juristische Beratung suchen.
  • Gewalterfahrung im Leistungssport: Anlauf gegen Gewalt ist eine unabhängige Anlaufstelle im Sport für aktive und ehemalige Bundeskaderathlet*innen im Bereich psychischer, körperlicher und sexualisierter Gewalt. Die Ansprechstelle bietet psychosoziale und juristische Erstberatung an.
  • Netzwerk Hamburger Beratungsstellen gegen sexualisierte Gewalt: Im Nexus finden sich verschiedene unabhängige Einrichtungen, die auf die Beratung bei sexualisierter Gewalt spezialisiert sind.
  • Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt: Die Beratungsstelle Empower unterstützt und berät Betroffene und das Umfeld bei Bedrohungen und Übergriffen. Das Angebot ist vertraulich und parteilich, kostenlos und mehrsprachig. Das Mobile Beratungsteam unterstützt Institutionen bei präventiven Maßnahmen und Bildungsveranstaltungen zu diesen Gewaltformen. Bei antisemitischen Vorfällen im Sport steht auch die Meldemöglichkeit auf der Seite des Bundesverbands der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus e.V. (RIAS) zur Verfügung.
  • Männliche Betroffene sexualisierter Gewalt: Basis Praevent ist eine Hamburger Beratungsstelle, die auf Jungen* und Männer* spezialisiert ist, die sexualisierte Grenzverletzungen und Gewalterfahrungen gemacht haben.
  • Opfer einer Straftat/eines Unfalls: Die Opferhilfe bietet psychologische Beratung für akute oder vergangene, erwachsene Opfer von Gewalt und Trauma an, ebenso wie für und Angehörige und Zeug*innen einer Straftat.
Bei Vorfällen jeglicher Gewalt im Kinder- und Jugendbereich dürfen sich alle Personen jederzeit an die Hamburger Sportjugend für ein vertrauliches Beratungsgespräch wenden.
 
Kontakt: Jennifer Niß
T 040 / 4 19 08-264 (Mo-Do)
E j.niss@hamburger-sportjugend.de